Projekt
Die Universität Greifswald im Nationalsozialismus
Trotz der großen Anzahl wertvoller Einzelstudien fehlt es bis heute an einer umfassenden, tief greifenden und systematischen Auseinandersetzung mit der widerspruchsvollen Geschichte der Universität Greifswald während der Zeit des Nationalsozialismus. Das Projekt fragt aus der Perspektive der systemimmanenten Funktionsmechanismen nach dem Stellenwert und Rang des Expertenwissens von akademischen Eliten für die Verwirklichung der Ziele des Nationalsozialismus. Es fragt nach der Indienstnahme und Selbstindienstnahme universitärer Forschung und Lehre für außerwissenschaftliche Zwecke, nach der Mobilisierung von Wissenschaft für die Ziele des Nationalsozialismus, nach der Ausbildung von Netzwerken, die letztlich zu einem Profilwandel der Universität führten. weiter
Mediathek
Aus Archiven und Bibliotheken
Die Bereitstellung authentischer Dokumente zur NS-Geschichte der Universität Greifswald dient den Zwecken von Wissenschaft und Forschung. Die historischen Quellen geben Aufschluss über die Organisation und personelle Zusammensetzung der Universität, über Lehrinhalte sowie die wissenschaftlichen und politischen Ereignisse des akademischen Alltags zwischen 1933 und 1945. Weiter
1933 - 1935
Gleichgeschaltete Universität
Weder vor noch nach der „Machtergreifung“ verfügte die NSDAP über eine durchdachte Programmatik für die Hochschulen. Doch es gab nationalsozialistische Kernpositionen in Bezug auf die Wissenschaft, die mittels politischer Gleichschaltung durchgesetzt werden sollten. Dabei spielten Repression und Verfolgung auf der einen und karrierefördernde Integrationsangebote auf der anderen Seite eine entscheidende Rolle. weiter
1936 - 1939
Mobilisierte Universität
Ab 1936 erkannte das NS-System zunehmend die Bedeutung der „Ressource Wissenschaft“ für die Durchsetzung seiner Ziele. Der Stellenwert von Teilen des akademischen Expertenwissens stieg. Die Wissenschaft erhielt zahlreiche Integrations- und Kollaborationsangebote des NS-Systems. Das führte zu einem Profilwandel, der von der Anpassung der Universität an die Bedürfnisse des NS-Staates zeugt. weiter
1939 - 1945
Universität im Krieg
Bei Kriegsbeginn 1939 wurde die Universität Greifswald zeitweilig geschlossen. Verkürzte Studienprogramme, Dozentenmangel und eine zunehmende Konzentration auf kriegswichtige Forschungen – von politischer Raumordnung, Wehrwissenschaften, Kolonialstudien bis zu Auftragsforschungen für verschiedene Gliederungen des Heeres - kennzeichnen die Jahre bis 1945. weiter
Dokumente & Ereignisse
13.10.1943
Die Universität Greifswald lehnt die Erhöhung der Zahl tschechischer Studenten ab
Im “Interesse der Erhaltung und Steigerung […] der kriegswichtigen Wirtschaft” wurde 1943 veranlasst, die Zahl tschechischer Studenten an deutschen Universitäten zu erhöhen. Zu diesem Zeitpunkt waren ca. 500...weiter
Zeitzeugen
Zeitzeugen gesucht
Im Rahmen des Projektes Universität Greifswald im Nationalsozialismus suchen wir nach Dokumenten und historischen Publikationen, die Informationen zur Universität Greifswald in der Zeit von 1933 bis 1945 enthalten. Da nur noch sehr wenige Zeitzeugen leben, richtet sich unser Interesse vor allem auf Zeitdokumente, Bilder und Unterlagen, die uns helfen können, das Thema so sachlich und umfassend, wie nur möglich, zu bearbeiten. weiter



