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Die Universität Greifswald im Nationalsozialismus

Trotz der großen Anzahl wertvoller Einzelstudien fehlt es bis heute an einer umfassenden, tief greifenden und systematischen Auseinandersetzung mit der widerspruchsvollen Geschichte der Universität Greifswald während der Zeit des Nationalsozialismus. Das Projekt fragt aus der Perspektive der systemimmanenten Funktionsmechanismen nach dem Stellenwert und Rang des Expertenwissens von akademischen Eliten für die Verwirklichung der Ziele des Nationalsozialismus. Die Periodisierung der Webpräsentation in die Themenkomplexe „gleichgeschaltete Universität“, „mobilisierte Universität“ und „Universität im Krieg“, folgt der Gliederung der 2009 von Jürgen John und Rüdiger Stutz erarbeiteten Geschichte der Universität Jena im Nationalsozialismus. weiter

Mediathek

Aus Archiven und Bibliotheken

Die Bereitstellung authentischer Dokumente zur NS-Geschichte der Universität Greifswald dient den Zwecken von Wissenschaft und Forschung. Die historischen Quellen geben Aufschluss über die Organisation und personelle Zusammensetzung der Universität, über Lehrinhalte sowie die wissenschaftlichen und politischen Ereignisse des akademischen Alltags zwischen 1933 und 1945. Weiter

1933 - 1935

Gleichgeschaltete Universität

Weder vor noch nach der „Machtergreifung“ verfügte die NSDAP über eine durchdachte Programmatik für die Hochschulen. Doch es gab nationalsozialistische Kernpositionen in Bezug auf die Wissenschaft, die mittels politischer Gleichschaltung durchgesetzt werden sollten. Dabei spielten Repression und Verfolgung auf der einen und karrierefördernde Integrationsangebote auf der anderen Seite eine entscheidende Rolle. weiter

1936 - 1939
Mobilisierte Universität

Mobilisierte Universität

Ab 1936 erkannte das NS-System zunehmend die Bedeutung der „Ressource Wissenschaft“ für die Durchsetzung seiner Ziele. Der Stellenwert von Teilen des akademischen Expertenwissens stieg. Die Wissenschaft erhielt zahlreiche Integrations- und Kollaborationsangebote des NS-Systems. Das führte zu einem Profilwandel, der von der Anpassung der Universität an die Bedürfnisse des NS-Staates zeugt. weiter

1939 - 1945

Universität im Krieg

Bei Kriegsbeginn 1939 wurde die Universität Greifswald zeitweilig geschlossen. Verkürzte Studienprogramme, Dozentenmangel und eine zunehmende Konzentration auf kriegswichtige Forschungen – von politischer Raumordnung, Wehrwissenschaften, Kolonialstudien bis zu Auftragsforschungen für verschiedene Gliederungen des Heeres - kennzeichnen die Jahre bis 1945. weiter

Dokumente & Ereignisse
04.06.1936

In den Personal- und Vorlesungsverzeichnissen dürfen keine „nichtarischen“ oder jüdischen Hochschullehrer oder Ehrenmitglieder der Universität geführt werden

Auf der Grundlage des Reichsbürgergesetzes vom 15. September 1935 wurden die Hochschulen durch den Reichs- und Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung angewiesen, alle entpflichteten Hochschullehrer, die...weiter

Zeitzeugen

Zeitzeugen gesucht

Im Rahmen des Projektes Universität Greifswald im Nationalsozialismus suchen wir nach Dokumenten und historischen Publikationen, die Informationen zur Universität Greifswald in der Zeit von 1933 bis 1945 enthalten. Da nur noch sehr wenige Zeitzeugen leben, richtet sich unser Interesse vor allem auf Zeitdokumente, Bilder und Unterlagen, die uns helfen können, das Thema so sachlich und umfassend, wie nur möglich, zu bearbeiten. weiter

 
 
Stand: 27.02.2014, 08:59   Verantwortlich: Dr. Alvermann